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Geschichte

Die Ursprünge

Die Kontinuität


Die Vereinigung


Das Königreich Rumänien


Großes Rumänien


Die Diktatur


Die Befreiung


Die Ursprünge

  • Die Geto-Daker werden von den Griechen „Geten“ genannt und schon im 6. Jahrhundert vor Christus von den Geschichtsquellen als der Volksstamm erwähnt, der seinen Wohnsitz zwischen der Unteren Donau, dem Schwarzen Meer und dem Balkangebirge hatte. Entdeckungen wie HAMANGIA, GUMELNITA und CUCUTENI zeigen, dass ihre Vorfahren während des Neolithikums und der früheren Bronzezeit eine Sachkultur geschaffen haben, die sich durch Lebhaftigkeit und Raffinesse auszeichnet. Durch die griechischen Kolonien am westlichen Ufer des Schwarzen Meeres – Istros (HISTRIA), Callatis (das heutige MANGALIA) und Tomis (CONSTANTA) – kamen sie mit der griechischen Welt und deren Zivilisation in Berührung.
  • Ca. 300 v. Chr. schlägt König Dromichaites zweimal die Armee von Lysimachos, einem mazedonischen General und König von Thrakien;
  • Burebista (ca. 82 – 44 v. Chr.) führt die Geto-Daker in einem großen Staat zusammen. Eine griechische Inschrift von Dionysopolis nennt Burebista „den ersten und größten König von Thrakien“.
  • Mehr als ein Jahrhundert vor seiner Eroberung durch die Römer gerät der Lebensraum der Daker unter den Einfluss des Römischen Reiches.
  • Zwei blutige Kriege (in den Jahren 101/102 und 105/106) besiegeln das Schicksal Dakiens. Kaiser Trajan (98 – 117), eine der größten Persönlichkeiten in der Geschichte des Römischen Reiches, besiegt die Daker. Der mutige und tüchtige Dakerkönig Decebalus versucht mit allen Kräften, die Römer an den Grenzen seines Landes aufzuhalten, aber ohne Erfolg. Im August 106 erstürmen die Römer Sarmizegetusa, die Hauptstadt Dakiens. Decebalus bringt sich mit dem Schwert um und rettet sich von der Erniedrigung, lebendig im Triumphzug des Siegers mitgeführt zu werden. Decebalus Tod ist im obersten Teil der Trajansäule in Rom verewigt.
  • Rom baut im Jahr 109 in der Nähe der heutigen Ortschaft ADAMCLISI das „Tropaeum Trajani“, ein Siegesdenkmal von 40 Metern Höhe und einem Sockelumfang von fast 100 Metern, das bedeutendste Monument, das während der römischen Herrschaft an der Unteren Donau erschaffen worden ist.
  • Dakien wird direkt dem Kaiser untergeordnet, der von einem „legatus Augusti pro praetore“ vertreten wird.
  • Während seiner fast 200-jährigen Existenz als kaiserliche, römische Provinz wird „Dacia Felix“ unter den Kaisern Trajan, Hadrian (117 – 138) und Marc Aurel (161 – 180) dreimal neu organisiert. Auf Anordnung Trajans wird Dakien nach der Eroberung massiv mit römischer und romanisierter Bevölkerung kolonisiert, die aus der ganzen römischen Welt herbeigeholt wurde.
  • In der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts verzeichnet Ptolemäus nicht weniger als 44 Städte auf dakischem Boden. Zwei römische Legionen sind jahrzehntlang in Dakien stationiert - während der ganzen römischen Herrschaft die XIII. Legion Gemina mit dem Sitz in Apulum (ALBA IULIA) und die V. Legion Macedonica zwischen den Jahren 166 – 271.



Die Kontinuität

  • Rumänische und ausländische Historiker und Archäologen (Th. Mommsen, J. Jung, C. Patsch, u.a.) haben nachgewiesen, dass Trajan wohl den Staat, nicht aber das Volk der Daker ausgelöscht hat. Die einheimische Bevölkerung wird nicht ausgerottet, sondern romanisiert. Am größten war der Romanisierungsdruck in Siebenbürgen, im Banat und in der Kleinen Walachei (Oltenien), die unter römischer Verwaltung standen, geringer dagegen in der Großen Walachei (Muntenien) und an der Moldau, die im Vorfeld des Römischen Reiches lagen.
  • Der Romanisierungsprozess verlangsamte sich, nachdem Kaiser Aurelian im Jahr 271 Armee und Verwaltung in den Süden der Donau zurückzog. Wie P. P. Panaitescu bemerkt, bedeutete dies aber „nicht die Verpflanzung der Bevölkerung, sondern die Verpflanzung der Behörden“.
  • Rom verlor die Donau auch nach dem Verlassen Dakiens nicht aus den Augen, und Konstantinopel setzte diese Politik fort. Der Raum blieb bis zum Zusammenbruch der Donaugrenze unter dem Druck der slawischen Stämme im Jahr 602 im politisch-militärischen, wirtschaftlichen und kulturellen Einflussbereich Roms bzw. Konstantinopels.
  • Während der großen Wanderbewegungen in Europa (III.-XIII. Jahrhundert) wurden die Rumänen bzw. ihre Vorfahren zwischen Konstantinopel (dem neuen Rom) und den Wandervölkern hin und her gerissen. Das neue Rom sichert den Romanisierungs- und Christianisierungsprozess und liefert gegen Ende des Jahrtausends auch das Modell für die Strukturen der rumänischen Feudalstaaten.
  • Christentum und rumänische Wesensart sind seit der Entstehung des rumänischen Volkes untrennbar miteinander verbunden.
  • Der rumänische Grundwortschatz besteht zu über 60 Prozent aus Wörtern lateinischer Herkunft. Er enthält Grundbegriffe des Daseins, der Umwelt, der Religion und der Tätigkeiten der Menschen. Mit diesem Wortmaterial bestreitet der Rumäne 80 Prozent seiner Alltagskonversation. Die Wörter slawischer Herkunft stellen 18,8 % dar und werden nur zu 6,93 % verwendet. Auch die grammatikalische Struktur des Rumänischen ist ein Erbstück aus dem Lateinischen. Zu den slawischen Fremdwörtern kamen später griechische, ungarische und türkische hinzu.
  • Ab dem X. Jh. erzählen byzantinischen, slawischen und ungarischen Quellen von der Existenz verschiedener staatlicher Einheiten (Wojewodschaft) der Rumänen - erst in Siebenbürgen, dann in Dobrogea und im XII. und XIII. Jhdt. auch östlich und südlich der Karpaten. Rumänen haben vom Mittelalter an bis in die Moderne in drei benachbarten, aber autonomen Fürstentümern gelebt - Walachei, Moldau und Siebenbürgen.
  • Vom X. – XII. Jh. übernehmen die Ungarn Siebenbürgen als autonomes Fürstentum für die Ungarische Krone. Vom XII. bis XIII. Jh. werden hundert tausende Deutschen und Sekler von den ungarischen Königen hier angesiedelt, um die Ostgrenze zu schützen.
  • Im XIV. Jh. gelangen die rumänischen Fürstentümer Walachei und Moldau unter die Führung von Basarab I.
  • Ab der zweiten Hälfte des XIV. Jh. macht sich eine neue Gefahr bemerkbar, und zwar in Form des Osmanischen Reich. Entweder allein oder in Allianz mit den benachbarten Christenländer führen die rumänischen Fürsten Verteidigungskriege gegen die Osmanen.
  • Fürsten wie Mircea cel Batrân (Mircea der Alte, 1386-1418) und Vlad Tepes (Dracula, 1456-1462) aus der Walachei, Stefan cel Mare si Sfant (Stephan der Große und Heilige, 1457-1504) aus dem Fürstentum Moldau und Iancu de Hunedoara (Janos Huniady, 1441-1456) aus Siebenbürgen kämpfen erfolgreich gegen das mächtige Reich.
  • Nach dem Fall Konstantinopolis im Jahr 1453 gelangt der Balkan immer mehr unter osmanischen Einfluss: 1521 wird Belgrad eingenommen, 1526 verschindet das Ungarische Königreich, Siebenbürgen wird autonomes Fürstentum.
  • Die rumänischen Fürstentümer stehen für 300 Jahren unter osmanischen Einfluss.
  • Das Ende des XVI. Jh. stand unter der starken Persönlichkeit von Mihai Viteazul (Michael der Tapfere). Dieser hat für kürzere Zeit die Unabhängigkeit des Landes zurück erobert. Ihm gelingt es auch zum ersten Mal in der Geschichte, die drei von Rumänen bewohnten Fürstentümer zu vereinigen (1599-1600).
  • Das Friedensabkommen zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich sieht vor, dass Siebenbürgen als autonomes Fürstentum an Österreich abgetreten wird.
  • Ab 1765 wird Siebenbürgen als Großes Fürstentum von einem Gouverneur verwaltet.
  • Ab dem Jahre 1711 führen die Türken im Fürstentum Moldau und ab 1716 in der Walachei das sogenannte „Fanariote Regime“, das vorsieht, dass die Fürsten dieser Fürstentümer von den Osmanen bestellt werden. Weil diese von den Griechen aus dem Istanbuler „Fanar“ Bezirk ausgewählt worden sind, geht die Periode bis 1821 als „Fanariote Regime“ in die Geschichte ein.
  • 1718 – 1793: Die Region Oltenien im Fürstentum Walachei wird von Österreich annektiert.
  • 1775 – 1918: Die Region Bukowina im Fürstentum Moldau wird von Österreich annektiert.
  • 1812 – 1918: Russland hat die Region Bessarabien im Fürstentum Moldau annektiert.
  • 1821: Die Revolution unter der Führung von Tudor Vladimirescu erschüttert die Walachei. Trotz der Niederlage der Aufständischen hat diese Revolution die Abschaffung des „Fanariote Regime“ verursacht.
  • 1848: Die Revolution dehnt sich auf alle drei von Rumänen bewohnten Fürstentümern aus. Im Fürstentum Moldau dauert sie nur kurz, aber in der Walachei agieren die Revolutionäre von Juni bis September. In Siebenbürgen kämpfen am Anfang die Rumänen Seite an Seite mit den Ungarn. Weil die Ungarn die Forderungen der Rumänen aber nicht umsetzen wollen und trotz Widerstand der Rumänen Siebenbürgen für Ungarn annektieren, kommt es zur Spaltung der beiden Armee, die einander später bekämpfen. Die Revolution in Siebenbürgen endete 1849 mit der Niederlage der Revolutionäre.


Die Vereinigung

  • 1859: Nachdem die Rumänen im Fürstentum Moldau am 5. Jänner und in der Walachei am 24. Jänner die selbe Person, den Oberst Alexandru Ioan Cuza, zum Fürsten gewählt haben, sind die zwei rumänischen Fürstentümer „de facto“ vereinigt unter der Führung des o.g.
  • 1862: Am 24 Jänner nennt sich der neue rumänische Staat Rumänien und wählt Bukarest zu seiner Hauptstadt.
  • 1866: Fürst Alexandru Ioan Cuza ist gezwungen abzudanken.
  • 1866: Am 10. Mai wird Carol von Hohenzollern–Sigmaringen als Carol I. zum Fürst der Walachei geweiht.
  • 1877: Am 9. Mai erklärt sich Rumänien unabhängig und beginnt einen Krieg mit dem Osmanischen Reich.
  • 1878: Im Friedenkongress von Berlin wird die Unabhängigkeit Rumäniens durch die großen Mächte anerkannt. Dobrogea wird an Rumänien zurück gegliedert. Russland fordert von Rumänien, auf die Bezirke von Südbessarabien - Kabul, Bolgrad und Ismail - zu verzichten.



Das Königreich Rumänien

  • 1881: Rumänien erklärt sich zum Königreich und Carol I. von Hohenzollern-Sigmaringen wird König von Rumänien.
  • 1892: Der Kampf der Rumänen in Siebenbürgen gegen die Unterdrückung tritt mit dem Memorandum in eine neue Phase.
  • 1914: Als der Krieg beginnt, erklärt sich Rumänien neutral.
  • 1916: Am 14. August tritt Rumänien auf der Seite der Alliierten in den Krieg ein.



Großes Rumänien

  • 1918: Am 9. April entscheiden sich die Rumänen aus Bessarabien im Parlament von Chisinau für die Vereinigung mit Rumänien. Am 28. November treffen die Rumänen der Bukowina in Cernauti die gleiche Entscheidung. Und auch die Große Volksversammlung aus Alba Iulia, wo über 100.000 Delegierte teilgenommen haben, entscheidet sich am 1. Dezember für die Vereinigung Siebenbürgens und des Banats mit Rumänien. Somit entsteht am 1. Dezember 1918 das Große Rumänien.
  • 1939: Am 6. September erklärt sich Rumänien neutral.
  • 1940: Am 28. Juni fordert Russland Rumänien auf, auf Bessarabien, die Nord-Bukowina und das Herta-Gebiet zu verzichten. Am 30. August verliert Rumänien durchs Wiener Diktat auch Nord–Ost-Siebenbürgen an Ungarn. Und am 7. September muss Rumänien auf dem Gebiet „Cadrilater“ in Süd–Dobrogea verzichten.
  • 1940: König Carol II. dankt am 6. September zu Gunsten seinem Sohnes Mihai I. ab. Gleichzeitig wird der General Ion Antonescu (ab Oktober 1941 Marschall) neuer Regierungschef. Er regiert bis zum 23. Jänner 1941 zusammen mit der Eisernen Garde.
  • 1941 – 1944: Rumänien kämpft neben Deutschland gegen Russland. Am 23. August
  • 1944 wird Marschall Antonescu auf Befehl von König Mihai I. verhaftet. Eine neue Regierung aus Militär und Technokraten führt das Land und erklärt Deutschland am 24. August 1944 den Krieg.
  • Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs muss Rumänien eine sehr große Kriegsentschädigung bezahlen. Rumänien erhält das Gebiet in Nord–Ost-Siebenbürgen zurück, aber nicht Bessarabien und die Nord-Bukowina, die weiterhin bei Russland bleiben.



Die Diktatur

  • 1945 - 1947: Von den Westmächte verlassen, fällt Rumänien unter die Kontrolle der Russen. Politische Parteien werden verboten und viele Mitglieder verhaftet.
  • Am 30. Dezember 1947 ist König Mihai I. gezwungen abzudanken und in die Schweiz zu flüchten. Am gleichen Tag wird die Volksrepublik ausgerufen. Die Kommunistische Diktatur, die jahrelang die eigene Bevölkerung schwer unterdrücken wird, hat somit angefangen.
  • 1948: Banken, Industrie und Verkehrsmittel werden verstaatlicht.
  • 1965: Nach dem Tod des kommunistischen Parteiführers Gheorghe Gheorghiu–Dej wird Nicolae Ceausescu zum neuen Parteiführer gewählt. Eine neue Diktatur beginnt.



Die Befreiung

  • 1989: Am 16. Dezember beginnt die Revolte in Timisoara (Temeschwar). Die ersten Toten bleiben auf der Straße liegen. Die Situation verschlechtert sich in den nächsten Tagen.
  • Am 22. Dezember verwandet sich eine von Ceausescu ausgerufene Volksversammlung zu einer gewaltigen Demonstration gegen das Regime. Das Ende des Kommunismus hat somit angefangen. Während der nächsten Dezember-Tage sterben weitere Unschuldige sowie das zu Tode verurteilte Diktatorpaar, das am 24. Dezember in einer Militärkaserne in Targoviste erschossen wird.
  • 1990 – 2000: Der Weg zur Freiheit, Demokratie und freien Wirtschaft ist aber nicht so einfach. Fehlentscheidungen, Erfahrungsmangel, politischer Kampf, fehlende Einigkeit der politischen Klasse verhindern, dass Rumänien schneller auf den besten Entwicklungskurs kommt.
  • 2004: Am 29. März wird Rumänien NATO–Mitglied und geht einen ganz neuen Weg voller Hoffnungen und Träume.
  • 2007: Am 1. Jänner wird Rumänien EU-Mitglied.
     

Wir werden der Erde, die uns alles gegeben hat, nie dankbar genug sein können..(Constantin Brancusi)