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Das Kloster Comana (1588)

Auf den Spuren Draculas

Das Kloster wurde vom berühmten rumänischen Fürsten Vlad Tepes (Vlad der Pfähler), besser und weltweit bekannt als Dracula ) im Jahr 1461 als befestigtes Kloster gestiftet.

Lage:
Das Kloster befindet sich in der gleichnamigen Gemeinde im Kreis Giurgiu, in der Region Muntenia (Walachei).

Beschreibung:
Die ursprüngliche Klosterkirche (Ausmaße: 12x10 m) wurde aus Holz auf einem Steinfundament erbaut. Sie ist im Laufe der Zeit durch Feuchtigkeit beschädigt worden.
Das Grundstück, auf dem das Kloster gebaut wurde, befand sich damals auf einer Insel –umgeben von den Gewässern des Calnistea Flusses und den  Sümpfen des Neajlov Flusses.
Die Klosteranlage wurde aus Ziegel erbaut. Die West- und Nordwände sind sehr gut erhalten. Im Ostteil befindet sich eine gut erhaltene Klostermauer, die demnächst renoviert wird. Teile der Südwand sind in der Nähe des Glockenturms zu sehen.

Klostergeschichte:

  • 1588: Die Anlage wurde von dem aus der Gegend stammenden Bojar Radu Serban auf den Ruinen des ursprünglichen Baus wieder errichtet. Die Klosteranlage mit starken Mauern und fünf Verteidigungstürmen wurde als rechtwinkeliges Viereck, mit den Ausmaßen 61,2 x 55,5 m gebaut.
  • 1609: Radu Serban wurde Fürst der Walachei und die Nikolauskirche wurde bemalt.
  • 1620: Radu Serban starb in Wien, wohin er nach seinem Thronverlust geflohen war, und wurde im Stephansdom zeitweise beigesetzt.
  • 1657: Paul von Alep, der Sekretär des Patriarchen Macarie von Antiohia, besucht gemeinsam mit  dem Patriarch das Kloster. Er hinterlässt eine Beschreibung „der starken und von Natur gut geschützten Klosteranlage“. Er beschreibt das Kloster als wunderschöne, aber auch mächtige und somit schwer einzunehmende Anlage.
  • Der Statthalter Serban Cantacuzino, ein Urenkel des Fürsten Radu Serban, lässt das Kloster in den Jahren 1699-1700 sanieren. Neue Wohnzimmer für die Mönche wurden gebaut, die Klostermauern wurden repariert und erhöht. Dem Bauwerk wurde eine schöne Loggia hinzugefügt.
    Über dem Eingang wurde Fürst Radu Serban als erster Stifter in Steinschrift eingraviert.
  • 1640: Die Überreste des Fürsten Nicolae Patrascu, dem Sohn des großen Fürst Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) und dessen Frau, wurden hier beigesetzt.
  • Bis 1699 wurden weitere Mitglieder der Fürstenfamilie hier begraben, sodass das Kloster zur Ruhestätte der Familie Cantacuzino wurde.
  • August 1709: Der Statthalter und Stifter Serban Cantacuzino wurde hier begraben. Leider ist seine Grabstätte nicht zu erkennen, weil sie genau wie andere im Jahr 1854 von den griechischen Mönchen zerstört wurde.
  • Ab dem Jahr 1728 begann der Verfall der Klosteranlage, da der Stifter keine direkten Nachfolger hatte. Das Kloster verlor allmählich Teile seiner Schätze und Besitze.
  • 1847: Der Staatsarchitekt Schlatter schlug den Wiederaufbau des Klosters vor.
  • 1854: Die Arbeiten am Neubau der Kirche starteten. Es ist zu vermuten, dass dabei die Gräber beschädigt wurden.
  • 1876: Die Seen und Sümpfe rund um das Kloster wurden trockengelegt. Von dem früheren Gewässer ist heute nur noch ein Teich erhalten. 
  • 1908: Die Klosteranlage wurde vom Denkmalamt vorsorglich renoviert.
  • 1932: Ein Mausoleum für die im ersten Weltkrieg gefallenen rumänischen Soldaten wurde errichtet.
  • Bei der Restaurierung von 1970-1971 wurde ein Grabstein mit dem Namen der Tochter des Fürsten Radu Serban gefunden.
  • 1988-1990: Die bei den Erdbeben von 1977 und 1986 stark beschädigte Kirche wurde komplett konsolidiert.
  • Ab 1992 wurde wieder ein Klosterleben eingeführt. Derzeit leben im Kloster neun Mönche und ein Abt.
  • 2007: Die Sanierungsarbeiten an der Klosteranlage starten, damit sie für das festliche Jubiläum im neuen Glanz erstrahlt: Im Jahr 2011 feiert das Kloster  das 550-jährige  Bestehen. Die erste schriftliche Erwähnung war im Jahr 1461.

Adresse:
Kloster Comana

Gemeinde Comana, Kreis Giurgiu
Abt: Ieromonah Mihail Muscariu, Tel.: 0040.724.215.607

Der Comana Park
Wurde im Jahr 2004 zum Naturreservat ernannt und ist ein erhaltener Teil des früheren Vlasiei Großwaldes. Er erstreckt sich über eine Gesamtfläche von mehr als 24.963 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinde. Der Wald besteht aus Eichen, Eschen, Tannen, Weißbuchen , Linden, Ulmen und Ahornbäumen.
In den Wäldern leben zahlreiche Tiere, wie zum Beispiel Rehe, Fasane, Wildschweine, Füchse, Wölfe, Hasen, Wildkatzen, Dachse.
Schon im Jahr 1954 wurden in der Gegend zwei Gebiete zu Naturreservaten (497 Ha) erklärt, um Blaudorn, Maiglöckchen und rumänische Pfingstrosen zu schützen.
Seit 2004 bilden die Beiden gemeinsam mit dem Comana Teich den Comana Park. Der Park besteht aus drei Waldeinheiten. Hier leben über 141 Vogelarten, davon sind 71 Arten international geschützt. Dazu kommen 13 Fischarten, 31 Säugetiere sowie 8 Reptilienarten. 
Es gibt hier auch einen See für Fischer und ein Jagdrevier mit einer Jagdhütte

Die Gemeinde Comana

Befindet sich in der von dichten Wäldern bedeckten Tiefebene südlich von Bukarest, am rechten Ufer des Flusses Câlnistei.  Der Fluss Câlnistea fließt östlich des Dorfes durch den Comana Teich, welchen er vor dem Kloster wieder verlässt um einen Kreis rund um das Kloster zu schließen, bevor er zu seinem ursprünglichen Lauf zurückkehrt. Zur Gemeinde Comana gehören die Dörfer Budeni, Falastioaca, Gradistea und Vlad Tepes. Die Gemeinde liegt nur 23 km von der Hauptstadt Bukarest entfernt.

Anreise:
Von Bukarest
mit eigenem Auto oder Mietauto auf der Straße DN5/E70 in Richtung Giurgiu bis nach Adunati Copaceni und von dort durch Gradistea bis nach Comana. Eine zweite Route führt in Richtung Giurgiu bis Mihai Bravu und von dort direkt nach Comana.

Seehöhe: 48,57 m
Lage: 44° N und 26° S

  • Am 27. September 1461 wurde der Name Comana zum ersten Mal schriftlich erwähnt: in einer Urkunde, verfasst vom Kanzleramt des Fürsten Vlad Ţepeş (Dracula), in welcher die Grenzen der Klosteranlage festgehalten werden.
  • Das Rathaus wurde im Jahr 1935 erbaut.
  • Die Gemeinde verfügt über drei Kulturhäuser – in Comana (erbaut im Jahr 1907), Budeni (1948) und Gradistea (1959).
  • Die ersten der sechs  bestehenden Schulen wurden im Jahr 1880 in Comana und 1890 in Gradistea gebaut.
  • Ein Krankenhaus gibt es seit 1926 und eine Tierklinik seit 1932.
  • In der Gemeinde befinden sich fünf Kirchen: Budeni (1833), Falastioaca (1784), Vlad Tepes (1911), Gradistea (1657) und die Klosterkirche in Comana.

Tipp 1:
Im Dezember 1476 – irgendwo entlang der Straße Bucureşti-Giurgiu – wurde Fürst Vlad Tepes (Dracula) im Auftrag seines Kontrahenten Basarab Laiota ermordet. Sein Kopf wurde als Beweis für seinen Tod nach Istanbul gesandt. Der Körper wurde (so vermutet man) ohne Kopf, Fürstenschmuck und Grabstein in einem sich in der Nähe befindlichen Stift, in der Fall Comana, beigesetzt. Ob tatsächlich Dracula hier auch zeitweise begraben wurde, bleibt wie vieles rund um seine Person ein gut bewahrtes Geheimnis. Die Einheimischen glauben fest daran, dass Fürst Dracula bei der „Nussbaum Quelle“, an einem dicht bewaldeten Ort im Gemeindegebiet, ermordet wurde.

Tipp 2:
Das in der Nähe liegende Neajlovului-Delta ist für Naturliebhaber ein heißer Tipp. Eine Fahrt durch die sehr engen, von über zwei Meter hohen Schilf bewachsenen einsamen Kanäle, bietet Entspannung pur. Eine breite Palette an Wassertieren und Vögel machen die Fahrt interessant.

Tipp 3:
Jedes Jahr wird hier das Volksfest der Maiglöckchen gefeiert. 

Unterkunft:
Pension Comana***

Tel.: 0040.21.665.50.25 oder Handy: 0040.740.156.904
Von da aus sind wunderschöne Wanderungen durch die bewaldete Gegend (Parcul Cotmana) entweder zum Kloster Comana oder zum Neajlov-Delta möglich. 

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Le public c'est moi! (Das Publikum bin ich!).(Eugene Ionesco)