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Porolissum

Das größte Kastell des Römischen Reiches in Nord-West-Rumänien

Mit einer Gesamtoberfläche von mehr als 500 Hektar ist die Gegend rund um die Ruinen der antiken, römischen Stadt Porolissum und Teile des Limes Porolissensis ein riesiges Freiluftmuseum

POROLISSUM – Das größte Kastell des Römischen Reiches in Nord-West-Rumänien

Lage

Das Areal befindet sich im Kreis Salaj, unweit der Kreishauptstadt Zalau. Der antike Komplex ist unter dem Namen Porolissum – Moigrad bekannt.

Auto

Von Österreich kommend geht es über den Grenzübergang Artand-Bors in Richtung Oradea (10 km). Von Oradea geht es auf der Straße DN1 Richtung Cluj-Napoca bis Alesd weiter und von dort auf der DN1H bis nach Zalau. Von da führt die Straße DN191C in Richtung Creaca bis zur Kreuzung mit der Straße nach Moigrad. Hier muss man nach links abbiegen und nach nur 3,5 km hat man den Archäologiekomplex Moigrad-Porolissum erreicht.
Zwischen der Kreishauptstadt Zalau (Busbahnhof) und Moigrad verkehren täglich, außer sonntags, Kleinbusse.

Flug

Der nächste Flughafen ist Cluj-Napoca. Tarom fliegt fünf Mal pro Woche von Wien nach Cluj-Napoca. Von Cluj führt die Straße DN1F/E81 direkt nach Zalau.

Bahn

Es gibt keine Bahnverbindung zwischen Zalau und Moigrad.

Limes Porolissensis

  • Das Meses Gebirge trennt auf einer Länge von mehr als 80 km wie eine Mauer das Siebenbürgische Hochplateau von der Theis-Tiefebene. Das Gebirge ist am leichtesten über den breiten Pass bei Moigrad zu überqueren. Um diesen Pass beschützen zu können, errichteten die Römer mehrere Festungen und Kastelle, die durch einen kilometerlangen Limeswall verbunden waren. Lange Mauern, versehen mit 60 Türmen und Befestigungsanlagen, standen zirka 1,5 bis 2 km vor dem im Hintergrund erbauten Kastell. Ein 2,5 km lange Mauer, die sich zwischen den Hügeln (Dealul) Poguior und (Dealul) Mare erstreckte, wurde freigelegt.

  • Porolissum wurde gleich nach der Eroberung Dakiens (106) von den Römer gegründet. Der Name leitet sich vom dakischen Name der Gegend „Porolisso“ ab.

  • Für die Daker war die Gegend schon immer wichtig. Deshalb wurde hier eine bedeutende Stadt (Dava) errichtet, die zugleich eine wichtige religiöse Bedeutung hatte, wie spätere Ausgrabungen belegen.

  • Die verschiedenen Ausgrabungen zeigen sowohl Spuren von Daker- als auch Römer-Bauten. Der gesamte freigelegte dakisch-römische Archäologiekomplex zieht sich über mehrere Dörfer: Jac (Gemeinde Creaca), Brebi (Gemeinde Creaca), Moigrad (Gemeinde Mirsid) sowie Ortelec und Stana (beide sind Außenviertel der Kreishauptstadt Zalau).

  • Das bedeutendste und interessanteste Porolissum Kastell befindet sich innerhalb der Dorfgrenzen des Dorfes Jac.

  • Die Gegend gewann als Schutzgrenze zwischen dem Römischen Reich und den Barbaren ständig an Bedeutung, sodass es innerhalb von weniger als zwei Jahrzehnten nach der Eroberung Dakiens durch die Römer (118-119 n.Chr.) zu einer eigenen Dakien Porolissensis Provinz avancierte.

  • Porolissum wurde wahrscheinlich im Jahr 123 dank Kaiser Hadrians zur Hauptstadt der Provinz.

  • Das Kastell auf dem Gipfel des Pomat Hügels wurde als größtes Kastell für die Stadt- und Provinzverteidigung gebaut.

  • Nach dem Abzug der Römer im Jahr 271 wurde die Stadt weiterhin bis zum Ende des 10. Jahrhunderts bewohnt.

Dank der ständigen Ausgrabungen und archäologischen Forschungen vor Ort wurden in den letzten Jahren mehrere Überreste von militärischen Einrichtungen sowie der Stadt selbst freigelegt.
Folgenden Einrichtungen wurden entdeckt bzw. freigelegt:

  • ein prähistorisches Zentrum (Neolithikum, Bronze, Hallstatt) wie auch die spätere dakische Siedlung erstrecken sich über 15 ha auf dem Hügel Magura Moigradului;
  • römische Befestigungen;
  • Erdbefestigungen (8 km);
  • Graben und Verteidigungsmauern;
  • zwei römischen Kastelle;
  • die römische Stadt Porrolisum;
  • römische Nekropole;
  • römisches Amphitheater;
  • zwei 300 m lange Aquädukten auf Säulen;
  • zivile Häuser.

Der Friedhof (Nekropole)

Der römische Friedhof befindet sich zwischen den Dörfern Moigrad und Jac und wurde im 2. – 3. Jahrhundert nach Christ errichtet. Während der Ausgrabungen wurden mehrere Steinsärge, ein Teil der kaiserlichen Straße sowie ein aus dem 12. – 15. Jh. stammender Friedhof entdeckt.

Das römische Zollamt

Das römische Zollamt von Porrolisum ist das erste dieser Art im Römischen Reich. Es handelt sich um einen Grenzzoll. Die Gebäude des Zollamtes befanden sich gleich bei der Stadteinfahrt.

Magura Moigradului

Der 514 m hohe Hügel wurde von der Daken als heiliger Fluchtort ab den 1. Jh. v. Chr. Benützt, später als eine befestigte dakische Siedlung (1. Jh. n. Chr.). Nach der Eroberung Dakiens wurde er zu einer römischen (2. – 3. Jh.) und später mittelalterlichen Festung (12. -14. Jh.) umgebaut.

Das römische Kastell auf dem Citera Hügel

In diesem 101 x 90 Meter kleinem Kastell war im 2. Jh. eine Sonderkampfgruppe untergebracht. Die aus syrischen (aus der Stadt Palmyra) Bogenschützen bestehende Gruppe wurde als „Numerus palmyrenorum sagittariorum porolissensium“ bekannt.

Das römische Kastell auf dem Pomat Hügel

Wurde wie sonst auch im römischen Reich auf einer 240 x 300 Meter Fläche mit starken Mauern rundherum erbaut, mit jeweils einem Eingangstor auf jeder Seite und Verteidigungstürmen an den Ecken. Die teilweise gut erhaltenen Eingangstore hießen: Porta Praetoria, Porta Decumana, Porta Principalis Dextra und Porta Principalis Sinistra

Principia oder das Haus des Kommandant wurde im Zentrum des Kastells als wichtigstes Gebäude erbaut. Von den vier Eingangstoren führen Hauptstraßen, die die Namen der jeweiligen Tore tragen, zu diesem Haus.

Das Wasserreservoir sicherte die Wasserreserve für Menschen und Pferde während einer Belagerung. Das Wasser kam über Aquädukte von einer 4,5 km entfernten Quelle.

Der Tempel der Göttin Nemesis wurde Ende des 2. Jahrhunderts gleich in der Nähe des Amphitheaters gebaut.

Der Tempel des Jupiter Potimus Maximus Diolichenus und Gaststätte (Taberna). Bei den Ausgrabungen wurde festgestellt, dass der Tempel nach dem Abzug der Römer umgebaut worden ist. Somit entstand hier eine vorchristliche Einrichtung.

Die kaiserliche Straße.

Diese diente als Verbindung zwischen Porrolisum und den Nachbarstädten, wie z. B. Napoca (Cluj Napoca/Klausenburg), Appullum (Alba Iulia/Karlsstadt), Ulpia Traiana Sarmisegetusa u.s.w. Die Straße wurde aus Steinflusskies und Steinblöcken auf einem soliden Fundament gebaut.

Amphitheater

Es ist das größte öffentliche Gebäude im eroberten Dakien. Es wurde während der Regierungszeit des Kaisers Hadrian aus Holz erbaut. Unter Kaiser Antonius Pius wurde es abgetragen, um erneut aus Stein gebaut zu werden. Hier haben Gladiatorenkämpfe, Tierjagden, festliche Veranstaltungen und sogar Hinrichtungen stattgefunden. Das Amphitheater mit dem Maßen 84,5 x 73,7 m und die Arena mit den Maßen 66,5 x 51,2 m konnte bis 5.500 Zuschauer fassen.
Als Septimius Severus, der Kommandant aus Carnuntum, zum Kaiser ernannt wurde, bedankte er sich bei den Soldaten aus Dakien Porolissensis für ihre Treue mit dem Recht zur Gründung eines Munizipiums (Municipium Septimium Porolissense). Im Ganzen und Großen waren die meisten Gebäuden sowie das Kastell fertiggestellt, als sein ältester Sohn Severus, Kaiser Marcus Aurelius Antonnius (Caracalla), im Jahr 214 n. Chr. Porolissum besuchte. Die an den vier Eingangstoren gefundenen Inschriften geben Hinweis darauf, dass diese unter Caracalla errichtet worden sind.

Öffnungszeiten:

  • Der Porrolisum Komplex ist täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet.

Kreishauptstadt ZALAU

  • Die Kreishauptstadt Zalau (Zillenmarkt) liegt in Nordwesten Rumäniens, im Kreis Salaj, an den nordwestlichen Gebirgshängen der Mezesului-Berge im Zalau-Tal.

Koordinaten: 47° 11´N; 23° 3´O

erste schriftliche Erwähnung der Stadt: 1210

Seehöhe: 275 m

Einwohner: 62.927

Bevölkerung:

  • Rumänen: 80,9 %
  • Ungarn: 17,5 %
  • Roma: 1,4 %
  • Slowaken: 0,03 %
  • Deutsche: 0,07 %
  • andere Minderheiten: 0,097 %

Oberfläche: 90,1 km²

Telefonvorwahl: 0260

Kfz-Kennzeichen: SJ

Entfernungen:

  • Cluj Napoca: 86 km
  • Baia Mare: 108 km
  • Satu Mare: 119 km
  • Oradea: 117 km

Öffentlicher Verkehr:

  • 11 Bus- und Kleinbuslinien stehen den Fahrgästen als öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung.

Geschichte:

  • Archäologische Ausgrabungen bestätigen die Präsenz der Menschen in diesem Gebiet schon vor 6.500 Jahren
  • 900: Man vermutet, dass um dieses Jahr herum eine Siedlung bereits existierte.
  • 1241 wurde Zalau von den Mongolen zerstört;
  • 1473 erteilte König Mattias Corvinus das Stadtrecht.
  • 1538-1552 war Zalau Teil des Fürstentums Siebenbürgen und dann wieder nach 1570.
  • 1646: Ein Gymnasium wurde erwähnt.
  • 1689: erste Schulbibliothek
  • 1806-1876 bekam der Ort den Status einer freien Königsstadt.
  • 1867-1919 wurde Zalau Hauptstadt des Bezirks Zentral-Szolnok und des Komitates Szilágy (Salaj).
  • 1893 wurde das erste Krankenhaus der Stadt eröffnet.
  • Nach 1918 wurde die Stadt Teil des rumänischen Königreiches.
  • 1940-1944 gehörte die Stadt wieder zu Ungarn, um dann abermals Rumänien zugesprochen zu werdne.
  • Seit 1968 ist sie Hauptstadt des Kreises Salaj.

Sehenswürdigkeiten:

  • Landesmuseum
  • Palast der Kulturen
  • Palast des Präfekten
  • das Kunstmuseum Ioan Sima
  • die Transilvania Gebäude (1895)
  • Rathaus (1889)
  • die Römisch-Katholische Kirche (1878)
  • die Reformierte Kirche (1904-1907)
  • die Orthodoxe Kirche (1930-1934)
  • Auf der Corneliu Coposu Straße befindet sich das Haus, in welchem der König von Schweden, Karol XII, im Jahr 1714 weilte.
  • Eine Erinnerungstafel weist auf das Haus hin, in welchem zwischen 1892-1896 der ungarische Dichter Ady Endre wohnte.
  • Das „Wesselenyi“ Denkmal (1902) des Bildhauer Fadrusz Janos

Kultur:

  • Kulturhaus der Gewerkschaft
  • Stadt-Kulturhaus
  • Stadtbibliothek
  • Geschichts- und Kunstmuseum des Kreises (www.muzeulzalau.ro)
  • Kunstgalerie Ioan Sima (Gheorghe Doja Str. 6)
  • Kino

Freizeit:

Da sich in der Nähe der Stadt das Meses Gebirge (996 m) befindet, stehen den Stadtbesuchern drei markierte Wanderwege zur Verfügung.

Taxi:

  • Favorit: 0040 260 613 959
  • Fly Taxi: 0040 260 606060
  • Pro Taxi: 0040 260 611 111
  • Gold: 0040 260 615 552
  • Meses: 0040 260 632 323

Apotheke (rund um die Uhr): Salvo Farm

Wichtige Telefonnummern:

  • Notruf: 112
  • Rettung: 1961
  • Polizei: 0040 260 661 285
  • Feuerwehr: 1981
  • Automobilclub: 927
  • Bahnauskunft: 952
  • Konsumentenschutz: Tel.: 0260 612832
  • Bahnhof: Blvd. Mihai Viteazul 100, Tel.: 0260 662131
  • Bahnticket-Vorverkauf: Tudor Vladimirescu Str.2, Tel.: 0260 612 885
  • Busbahnhof: Tudor Vladimirescu Str.54, Tel.: 0260 611056

Unterkunft:

Hotels

Pensionen

  • Perla Mesesului***
  • Da Mario**
  • La Vasile***
  • Ramona***
  • Shalom***
  • La Gradina***
  • Mary
  • Eliza***

Villen

Links:

Stadt Zalau

Handelskammer Salaj

Präfektur Salaj

Kreisrat Salaj
 

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Glück ist das einzige , was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben..(Königin Elisabeth von Rumänien (Carmen Sylva))