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Sapanta - Region Maramures

Der lustige Friedhof

Ion Stan Patras, der Erfinder dieses Friedhofs, ist am 25 Juni 1908 geboren und 1977 gestorben. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum.
Der „Lustige Friedhof“ ist um die im Jahr 1882 erbaute Kirche gewachsen. Woher stammt die Bezeichnung „Lustiger Friedhof“?

Lage:
Die Gemeinde Sapanta befindet sich im Nordwesten Rumäniens im Kreis Maramures direkt an der Grenze zur Ukraine. Die am Ufer des Tisa-Flusses gelegene Gemeinde ist weltweit bekannt auf Grund seines „Lustigen Friedhofs“.

  • Die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft unter dem Namen „Zapancha“ stammt vom 30. Oktober 1373 aus einem Streitakt zwischen den Einheimischen und den angesiedelten Sachsen und Magyaren.
  • Sehenswert in der Gemeinde ist das Frauenkloster Sapanta Peri.

Der lustige Friedhof

  • Im Jahre 1935 hat sich der junge Ion Stan Patras verpflichtet, günstig ein Holzkreuz für einen verstorbenen, armen Menschen zu schaffen.
    Das Holzkreuz war eine Überraschung, da es mit der Tradition brach. Der begabte, junge Mann schuf ein Holzkreuz, das bunt bemalt war und auf dem geschnitzte, naive Verse und Bilder auf komische Weise das Leben des Verstorbenen beschrieben.
  • Die Dorfeinwohner waren so begeistert, dass sie nun für alle Verstorbenen Kreuze bei Ion Stan Patras bestellten.
  • Somit entstand in einpaar Jahren ein kleiner, ungewöhnlicher Friedhof im Kirchenhof. Mit jedem Toten wurde er größer.
  • 1977 ist der Friedhof um ein prominentes Kreuz reicher geworden. Sein eigenes Kreuz hatte Ion Stan Patras noch vor seinem Tod angefertigt. Seit 1977 erzählt dieses den Besuchern vom Erfinder des „Lustigen Friedhofes“. Auf seinen Kreuz berichtet er, dass ihn bis zu seinem Tode Besucher aus 62 Ländern besucht haben.
  • Trotz des Todes des Erfinders und Schaffers wächst der Friedhof weiter.
    Ion Stan Patras hat sich zu Lebzeiten um künstlerische Nachkommen gekümmert, die heute seine Arbeit fortsetzen.
  • Dumitru Pop hat von seinem Lehrer gelernt und setzt seine Lebenswerk nun fort.
  • Inzwischen sind es mehr als 700 Holzkreuze.

    Beispiel:
    “Sub aceasta cruce grea zace biata soacra mea
    Tri zile de mai traia zaceam eu si citea ea
    Voi care treceti pa aici incercati sa no treziti
    Ca acasa daca vine iara cu gura pa mine
    Dar asa eu moi purta ca-napoi nu a inturna.”

    Übersetzung:
    „Unter diesem schweren Kreuz liegt meine selige Schwiegermutter,
    Wenn Sie noch drei weitere Tage gelebt hätte,
    ware ich jetzt da unter und Sie hätte da gelesen
    Sie die jenige die hierher vorbei ziehen,
    passen Sie auf um sie nicht aufzuwecken,
    Denn wenn sie wieder zuhause kommt wird sie wieder mich beschimpfen,
    Aber ich werde mich so verhalten, dass sie nicht zurück kommt.“

  • Jedes Kreuz enthält ein Bild und die Beschreibung eines Lebens in der Mundart der Menschen aus Maramures.
  • Ungefähr 700 hohe Holzkreuze stehen um die orthodoxe Kirche. Alle im besonderen Blau von Sapânta.
  • Unter jedem Kreuz-Spitzdach ist eine typische Szene aus dem Leben des Verstorbenen geschnitzt und in naiver Manier bunt ausgemalt.
  • Der Friedhof erzählt in kurzen Worten die Geschichte der Toten und somit einen Teil der Dorfgeschichte.

Anreise:
DN19 Sapanta – Sighetul Marmatiei, 18 km;

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Wir werden der Erde, die uns alles gegeben hat, nie dankbar genug sein können..(Constantin Brancusi)