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Orthodoxer Palmsonntag und orthodoxe Ostern

Palmsonntag & Ostern in Rumänien

Rumänien zwischen Palmsonntag (Florii) und Ostern (Paste)

Rumänien zwischen Palmsonntag (Florii) und Ostern (Paste)

Orthodoxe Palmsonntag (Florii)

Die orthodoxe Kirche hat angeordnet, dass am Palmsonntag an Gläubige gesegnete Weideäste zu verteilen sind. Die Weideäste sind ein Symbol für den Sieg über den Tod, durch die Auferstehung Lazarus, sie sagen den Sieg über den Tod durch die Auferstehung Jesus voraus. Das Eintreffen Jesus Christus in Jerusalem ist der Bevölkerung als das Fest am Palmsonntag („Florii“) bekannt und zählt zu den größten orthodoxen Festtagen.

Zu den wichtigen Volkstraditionen, die mit diesem Festtag verbunden sind, gehören:

  • Jene, die an diesem Tag beichten, stellen sich in die Nähe eines Priesters und wünschen sich etwas. Der Wunsch hat gute Chancen, in Erfüllung zu gehen.

  • An diesem Tag werden die Kleider und die Mitgift gelüftet.

  • Frauen backen Kuchen, der an Arme gespendet wird.

  • Um Mitternacht wird Basilikum in Wasser gekocht. Am Tag danach waschen sich die Mädchen ihre Haare mit diesem Wasser, damit sie schöner und strahlender werden. Mit dem übrig gebliebenen Wasser wird ein Baum gegossen, damit die Jungen ab nun die Mädchen wie blühende Bäume betrachten.

  • Wäscht jemand seine Haare am Palmsonntag ohne geweihtes Wasser, so ergraut er.

  • Das Vieh bekommt ein Paar Weideäste zu kauen, die Obst- und Weingärten werden mit Weideäste geschmückt, um reichlich Früchte zu tragen.

  • Laut Volksmund wird das Osterwetter dem Wetter am Palmsonntag ähnlich.

Die Ostereier

Die Ostereier werden der Tradition nach an einem Mittwoch in der vierten Fastenwoche vor Ostern eingesammelt. Die Bemalung/Verziehrung der Ostereier erfolgt aber erst am Donnerstag vor Ostern. Nie sollten Eier am Karfreitag bemalt oder verziert werden. Das bemalte Osterei ist ein Symbol, dass Jesus seinem Grab entstiegen und zurück ins Leben gekehrt ist, ähnlich einem Kücken, das die Eierschale verlässt. In der Bukowina werden die rot bemalten Eier vor den verzierten Eiernunterschieden.
In Rumänien und ganz besonders in der Bukowina und in Maramures ist über die Jahren die Bemalung bzw. die Verzierung der Ostereier zu einem wahren Wettbewerb geworden. Sie hat eine alte und gut erhaltene Tradition. Die Motive unterliegen gut bewahrten, alten Vorschriften, kennen aber keine Grenzen bei neuen Malmotiven und Farben. Der Sage nach wurden rot bemalte Eier als Erinnerung an das Blut Jesus von seiner Mutter in einem Korb neben das Kreuz gelegt hat, während Jesus ans Kreuz genagelt worden ist.

  • In Rumänien werden am Ostersonntag die Ostereier gegeneinander gestossen („getitscht”).

    • Einer hält sein Ei in der Hand und der andere stößt mit seinem zu.

    • Während er mit dem Ei anstößt, sagt er: „Cristos a inviat” (Jesus ist auferstanden!).

    • Der andere antwortet: „Adevarat ca a inviat” (Es ist wahr, dass er auferstanden ist).

Manche Bauer waschen am Ostersonntag ihr Gesicht mit so gennantem „neuen Wasser”, in dem ein rot bemaltes Osterei schwimmt, um so ein Jahr lang schön und rot wie dieses Osterei zu erstrahlen.

Ortodoxe Ostern (Pasti)

Den Tag der Auferstehung Jesus nennt man in Rumänien „Pasti”, er beginnt liturgisch bereits um Mitternacht davor. An der Mitternachtsmesse nehmen sehr viele Rumänen traditionsgemäß teil. Noch mehr kommen aber am Ende der Messe, um vom Pfarrer „das Licht anzunehmen”. Diese Menschen kommen mit Kerzen und lassen diese durch den Pfarrer anzünden. Wenn alle „das Licht” erhalten haben, folgt die große Menge mit ihren leutenden Kerzen in den Hand dem Pfarrer drei Mal rund um die Kirche. Am Ostersonntag während der Heiligen Messe sind die Kirchen und Klöster von Menschenmengen ausgefüllt.

Das Osterbrot (Pasca)

Das Osterbrot oder der Osterkuchen (Pasca) wird in vielen Regionen in die Kirche gebracht, um am Karfreitag vom Priester gesegnet zu werden. Die „Pasca” wird aus reinem Weizenmehl mit Milch und je nach Region auch mit Eiern gekneten. Die „Pasca” ist rund und kann aus drei geflochtenen Teilen bestehen. So entsteht ein Zopfkuchen. In der Mitte wird ein Kreuz aus Teig drauf gegeben. Auf diesen Zopfkuchen kann man Rosinen und mit Ei verkneteten Käse streuen.

Neben den roten Eiern und der Pasca darf beim Osterfeest das Lamm nicht fehlen. Das Lamm kann in verschiedenen Formen angeboten werden. Immer mehr wird dieses als „Drob de miel” in den Häusern anfertigt. Dass heißt, dass die Innereien des Lamms entfernt werden und es mit einer pikanten Mischung gefühlt und im Ofen gebraten wird.

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Wir werden der Erde, die uns alles gegeben hat, nie dankbar genug sein können..(Constantin Brancusi)